Mittwoch, 18. Juli 2012

Bilder: Azoren - Ankunft

Land in Sicht - nach 22 Tagen. So siehts aus.

Die ganze Nacht sahen wir schon die Lichter, hier erscheint die Insel immer noch schemenhaft unter den Wolken
 Schon klarer, näher dran.
Blick nach Osten zu den Höhenzügen unter Wolken
Nach 22 Tagen: die gelbe Einklarierungsflagge und die Gastlandsflagge unter der Steuerbord-Saling. Die Nationale (Adenauer) ist natürlich auch gesetzt, am Heck.
Die Hafenmole, jetzt musste ich das Steuer übernehmen, weil Arne die Leinen und Fender klarmachen wollte.




Henk hat längsseits bei uns angelegt. Sein 26 Fuß-Boot ist mit allem ausgestattet.
Er hat damit die Welt umrundet.
Das Cockpit der Midget 26. Jeder Zentimeter ist ausgenutzt.

Nach Einklarieren und Tankfüllen gehts zum Liegeplatz in der alten Marina.

Das ist Tanoa, der Katamaran von Michael. Inzwischen müsste er auch bald deutsche Küstengebiete erreicht haben. Seine Tour führte ihn nach Schottland, durch den kaledonischen Kanal und dann durch die Nordsee, außenrum sozusagen.
Der Grund: schöne Landschaften, aber hauptsächlich der Schiffsverkehr im englischen Kanal, für Einhandsegler bedeutet das fast absolutes Schlafverbot. Oder viele Pausen.

Blick vom Liegeplatz auf die Altstadt vpn Ponta Delgada. Rechts fangen die Hochhäuser an.
Blick nach Osten über die Marina und die neuen Bauten am Hafen.



Das ist ein Glasboden- und Marine-Life- Beobachtungsboot für Touristen.




Unsere Lieblingsbar. Direkt an der modernen Hafenpromenade. Bis spät in die Nacht immer gut besucht.

Dienstag, 17. Juli 2012

Bilder: Atlantik

Auf dem Weg zu den Azoren. Eine Auswahl.

Sonnenuntergang mit besonderen Farbkombinationen.
Nächster Abend: mit etwas Phantasie ist man von Fabelwesen umgeben.
Wo ist die Kokosnuss ...
sieht gut aus, schmeckt leider nicht mehr, zu alt (die Kokosnuss).
 Arne holt die große Angel ein.
Eine alte Strippe ist dran. Immerhin riecht sie schon mal nach Fisch.
Nachmittags an meinem Geburtstag, kurz nach dem Delphinbesuch.
Abendessen: Thunfisch gebraten mit Reis und Gemüse.
Bei Sonnenaufgang strahlt alles in einem besonderen Licht.
Auch schöne Farben, blau und weiß.

Montag, 16. Juli 2012

Bilder: Helgoland - Cuxhaven

Moin,
hier sind Fotos unserer Fahrt von Helgoland nach Cuxhaven. Ein schöner Törn, wir hatten fast nur Sonne, am Horizont sah man Gewittriges. Aber nichts kam. So hätte man eigentlich weitersegeln können bis Glückstadt. Der Wetterbericht sagte jedoch Gewitter und Böen an und deshalb wurde es Cuxhaven.

 Antje und der erste Kontrahent ...
 ... und der zweite ...
 Autotransporter und Gewitterwolke, beide weit genug weg.
 Antje an der Kugelbake.
 Das ist das Ziel, falls es jemand unterwegs vergisst.
 Wir an der Kugelbake.
 Lennard, Nils und Emily wollen gerne nass werden.
 Im Hafen in Cuxhaven, Feuerschiff Elbe 1.
Im inneren Hafen in Cuxhaven, ruhiges Liegen an einem ruhigen Abend.

Sonntag, 15. Juli 2012

Bilder: Helgoland

Moin,
hier noch einige Eindrücke von unserer Zeit auf Helgoland.

 Die blaue Wand. Wir versammeln uns vor der Abfahrt zur Düne.
 Auf der Düne: Emily und die Seehunde am feinsandigen Südstrand. Man muss einen Mindestabstand von 30 m zu den Seehunden einhalten, sonst werden sie nervös und verlassen den Strand. Es kann sogar sein dass sie die Insel dann ganz meiden, wäre ja schade.
Es geht auch grobkieselig auf der Düne. Das Wetter sah gefährlich aus, aber es wurde am Nachmittag wieder richtig kuschelig.


 Die Hummerbuden. Die Touristen sind wieder weg und bald schließen die Geschäfte.
 Im Oberland. Die Schafe kümmern sich nicht um die Absperrungen.
 Schöner Abgrund. Links oben sieht man die Schar der Vogel-Fotografen. Bei starkem Wind und Nieselregen harren sie mit allerhand technischem Gerät aus. Gleich darunter kreisen und kreischen die Seevögel.

Die lange Anna. Der Felsen ist innen total mit Beton ausgefüllt, sonst wäre er nicht mehr da. Die Klippe davor bröselt schon ordentlich und ist abgesperrt.
Unten an den Felsen sieht man öfters Eingänge zum Tunnelsystem. Es gibt auch Führungen, die Begeisterung dafür hielt sich bei uns aber in Grenzen.




Bilder - die Elbe

Moin,
es gibt Fotos:
zuerst die letzten Bilder vor unserer Ankunft in Hamburg.


 Endlich etwas Sonne. Das Elbwasser hat seine Farbe vom Schlamm - dem berühmten.










Ölzeugwetter nach wie vor, Schauerböen ...
ankerndes Schiff und hinten AKW Stade
Wir fahren außerhalb des Fahrwassers
der kam freundlicherweise erst raus als wir vorbei waren



Wie bei der großen Hafenrundfahrt: Lennard und Containerverladung






Vorbereitungen beim Dock, die Flaggen müssen hoch, im Hintergrund das Hamburg-Panorama, wie schön!

Mittwoch, 11. Juli 2012

Hamburg

Zuhause ...
Am Montagabend kurz vor 2100 legten wir im Citysporthafen an. Waren die ersten Meilen auf der Elbe noch zäh, gings dann plötzlich schnell. Wir hatten ja guten Wind und der Strom tat sein Bestes. Und dann kam Hamburg, links die schicken Villen, rechts Airbus, die Stadt selbst erschien, wie hübsch! Wir knatterten am Blohm+Voss Dock vorbei, die Segel wurden geborgen und dann waren wir auch schon in Hektik, Fender raus, Leinen fertig machen.
Und angelegt. Es dauerte nicht lange und der Wintergarten beherbergte zig Leute, auf dem Achterdeck standen Gäste und es wurde spät.
Ich verließ meine kleine Kammer mit Wehmut, wollte aber der wiedervereinigten Familie ihre Ruhe gönnen.
So gings, noch im Ölzeug, nach Ahrensburg.
Am besten wäre es, eine Woche lang alles in Ordnung zu bringen und dann gleich wieder irgendwo anzuheuern ...

Ich wurde gebeten, den Blog für die Nachlese vorerst stehen zu lassen, geht klar. Und es wird ein "Best Of" an Fotos geben.
Also: immer mal wieder reinschauen.

Ein allerletztes AHOI von der wieder zur Landratte mutierten

Andrea

Montag, 9. Juli 2012

Brunsbuettel

Hamburg will erkaempft werden.
Heute morgen hatten wir stuermischen Wind aus SW und reichlich Regen. Normalerweise wuerde man bei solchem Wetter noch einen ruhigen Hafentag einlegen. Aber Hamburg ist noch weit und deshalb los um 1300 bei 25 kn Wind waagerecht einfallend ...
Soeben gruesste das Kernkraftwerk von Backbord achteraus. Immerhin schieben uns jetzt Strom und Wind gemeinsam die Elbe hinauf, wir sind schoen schnell, 9 kn momentan. Aber es geht schneller. Antje hat uns bereits abgehaengt, Skipper Manfred zeigt was er kann. Die Elbe ist ja immerhin sein Hausrevier.

Wir werden also, wenn uns der Himmel nicht auf den Kopf faellt, ca 2130 im Citysporthafen in Hamburg festmachen.
Jetzt meldet Kati gerade, dass der Wind schwaechelt ...!

Und nochmal die Info-Telefonnummern, fuer die ganz aktuellen Details:

0170 81 40 365
0175 19 76 094

AHOI
die Iemanja Crew

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Sonntag, 8. Juli 2012

Gewitter

Kein Eis fuer Caipirinha.
Wir sind immer noch in Cuxhaven. Ein sonniger Morgen, richtig schoen, doch als der Wetterbericht eingeholt war, wurde unsere (eventuelle) Abfahrt doch auf morgen vertagt. Es sollte Gewitter, Sturmboen, Starkregen und Hagel geben. Man muss aus Allem das Beste machen und so wuenschten wir uns Hagel, denn wir hatten ueberlegt, das Eis in Eimern an Deck zu sammeln um gleich Eis fuer Caipirinha zu haben. Rum, Zucker und Limonen sind an Bord. Doch es wurde nichts draus (auch gut). Es kam dann eine Gewitterfront, Boen und auch Regen. Immerhin konnten wir zwischen den Regenschauern einen Stadtrundgang machen. Hoehepunkt sollte der Fischermarkt sein, der wahre Hoehepunkt wurde dann aber der Bahlsen-Fabrikverkauf ...
Arne half dann noch einer Yacht beim Anlegen und erfuhr, dass sie durch die Gewitterfront bis zu 50 kn Wind ertragen mussten. Also war es doch richtig gewesen, zu warten.

Wir werden also jetzt morgen mit auflaufendem Wasser losfahren und unsere geplante Ankunftszeit in Hamburg Cituysporthafen ist mit dem Hochwasser um 2140.

Hoffen wir, dass es auch so bleibt.

Hier noch einmal unsere Telefonnummern:

0175 - 19 76 094
0170 - 81 40 365


AHOI!
Arne, Kati, Lennard, Emily, Andrea

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Samstag, 7. Juli 2012

Cuxhaven!

Countdown laeuft.
Die Segel gesetzt, Lehmann am Knattern, artig den Kegel aufgehaengt (wir sind ja in Deutschland) ging es heute von Helgoland nach Cuxhaven. Dorle und Manfred auf der Antje konnten die Ruhe geniessen, wir hatten alle Kinder an Bord. Bis auf winzige Probleme klappte alles bestens. Meistens sassen die Kinder vorne am Bug, das Wetter war gut, am Horizont draeuten allerdings dunkle Wolkenberge. Die Gewitter bollerten hin und wieder, aber es blieb alles ueber Schleswig Holstein haengen.
Als wir in Cuxhaven angelegt hatten, gab es einen kurzen Regenschauer, jetzt ist wieder Sonne.

Unser neuer Fahrplan sieht jetzt so aus:
Wir werden die angekuendigte Gewitterfront hier in Cuxhaven abwarten und Montag losfahren, es ist SW Wind angesagt und wir koennen so wenigstens die letzten sm bis Hamburg segeln.
Unsere Ankunft im Citysporthafen ist dann:
Montag 09.07.12, 2140.
Nicht gerade die besucherfreundlichste Zeit ...

Wir freuen uns natuerlich ueber tapfere Fans, die dem Schlaf oder dem draeuenden Arbeitstag trotzen und den Weg in den Citysporthafen finden.
Die Iemanja-Crew wird natuerlich noch laenger im Sportboothafen sein.

Fuer Fahrplan-Updates!
Folgende Mobilfunknummern anrufen, wenn eine nicht erreichbar ist, einfach die andere nehmen (Arne und ich teilen uns ein Telefon ...)

0170 81 40 365
0175 19 76 094

Ein mehrfaches AHOI

Iemanja Crew und Antje Crew

Achtung, Achtung, nach den neuesten Wetterinfos koennte es auch Montag frueh werden, wir halten euch auf dem Laufenden.

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Freitag, 6. Juli 2012

Helgoland - Cuxhaven

Die Iemanja Erlebnistouren teilen mit:
Samstag, den 07.07. geht es morgens um 1000 los Richtung Cuxhaven.
Wenn das  Wetter stabil bleibt, also keine Gewitter, werden wir am Sonntag den 08.07. die Elbe hochfahren.
Wenn wir Sonntag nacht in Cuxhaven starten, werden wir um 0900 in Hamburg sein.
Wenn wir Sonntag morgen starten, wird die Ankunft in Hamburg 2100  werden.

Ich schreibe auf jeden Fall im Blog noch rechtzeitig unsere genauen Ankunftsdaten.

Heute wurde gebunkert:  Diesel fuer den Lehmann, Alkohol fuer die Feier und Schokolade fuer die Freunde ...

AHOI und hoffentlich bis Sonntag
Arne, Kati, Emily, Lennard, Andrea


PS: meinen allerherzlichsten Dank fuer eure Kommentare! Hab sie alle gelesen und mich jedes Mal richtig gefreut! Gestellte Fragen werde ich auf jeden Fall, am liebsten persoenlich, beantworten. :-)
Liebe Gruesse an ALLE
Andrea


Donnerstag, 5. Juli 2012

Fahrplan

Baederschiff Iemanja wird voraussichtlich am Sonntag, 08.07. abends im Hamburger Sportboothafen ankommen.
Mit dem Wind sieht es immer noch recht lau aus, Samstag frueh wird etwas Wind erwartet, da werden wir also lossegeln bis Cuxhaven. Dann am Sonntag gehts die Elbe hoch, dass wir hoffentlich mit auflaufendem Wasser abends da sein werden.
Heute waren wir auf der Duene. Ich nahm eine Beach-Auszeit und verbrachte fast den ganzen Tag dort am Strand. Wir beobachteten die Seehunde am Suedstrand, wanderten dann zum Nordstrand. Dort tummeln sich die Kegelrobben im Wasser. Sie spielen richtig, schwimmen auf dem Ruecken, besuchen neugierig Badende (allerdings ist Baden ausserhalb der Absperrung verboten). Trotzdem gehen die Leute da ins Wasser. Ich traute mich nicht, die Viecher sind mir zu gross und das Wasser hat gerade 15 Grad.
Die Familie fuhr zur Insel zurueck und ich nahm eine Beach-Auszeit.
Jetzt gehts zum Eiergrog-Trinken!

Ein mehrfaches AHOI
Arne, Kati, Emily, Lennard, Nils (heute schlaeft er hier) und Andrea

Mittwoch, 4. Juli 2012

Helgoland 2

Segelnde Kaninchen und coole Katzen.
Unser erster richtiger Tag auf Helgoland, von frueh morgens bis abends. Arne und Familie uebernachteten im gemieteten Appartement und Martin und ich durften hier auf Iemanja schlafen. Seltsam, so ohne Arne. Am Morgen gabs dann mit Ankunft der Familie ein Fruehstueck mit Broetchen und allem drum und dran. Kannten wir gar nicht mehr.
Leider verliess uns Martin heute - er fuhr mit dem Schiff nach Cuxhaven um von dort mit der Bahn ins Ruhrgebiet zu reisen, es war der guenstigste Weg. So hat er seine Seereise doch stilecht beendet. Nachdem wir ihn verabschiedet hatten (alle waren dabei) gings zur Erholung ins Eiscafe, Arne gab uns noch ein Nach-Geburtstagseis aus. Manfred, ganz Organisator, stellte fuer unsere Gruppe Tische im hinteren Raum des Cafes zusammen und bekam dafuer von der Bedienung einen Rueffel. Das ist Deutschland, wie es besser nicht sein koennte. Es stellte sich dann heraus, dass das Cafe fuer solche grossen Gruppen extra Platten fuer die Tische bereit haelt. Naja, das naechste Mal ...
Wir wollen morgen auf die Duene wegen Sonne (ich) und Seehunden (wir). Ab dem Nachmittag soll es wolkig werden, der Wind kommt nach wie vor aus E bis SE, jetzt gerade mit ca 5 Beaufort (15 - 20 kn)
Wir haben Iemanja verlegt, jetzt liegt sie neben Antje. Allerdings voll befendert, es gibt keinen Heckpfahl und vorne links muss sie vorm Knutschen mit einem Dalben bewahrt werden. Momentan quietscht und knarrt es ordentlich und ich hoffe nur dass ich heute nacht nicht Fenderwache gehen muss - alle 30 minuten gucken obs reibt ...
Bin naemlich alleine an Bord, die Familie will das Appartement heute nacht noch nutzen und Martin ist ja weg. Aber Antjes Besatzung ist ja da, falls was schiefgeht.


 Der grosse Hafen. Im Hintergrund an der Mauer liegt der stattliche Rettungskreuzer Hermann Marwede.
Kinder und Schiffe. Lennard und Nils gucken sich die Baederschiffe an. Nicht lange und Martin wird vom Boerteboot auf das linke Schiff steigen.
 Die Katzen auf Helgoland sind cool. Es gibt ausser dieser hier noch einige andere Beispiele. Sie sind halt Touristen gewohnt.
 Boerteboot auf dem Weg zum Schiff. Der Winkende im tuerkisfarbenen T-Shirt ist Martin.
 Ein Teil des Abschiedskomitees. Von links: Dorle, Kati, Arne und Manfred. Dorle und Manfred sind Schwester und Schwager von Arne und segeln mit ihrer Yacht Antje schon seit ueber 25 Jahren auf der Nord- und Ostsee.
Dieser Kaninchenmann gehoert zur Besatzung einer Yacht. Er ist 10 Jahre alt, vollkommen zutraulich und locker und die Kinder waren spaeter noch mit ihm spazieren. Er traegt dann ein kleines Geschirr mit Leine, damit man ihn zur Not aus dem Wasser fischen kann.
Emily und Kati und ich fotografieren uns im Spiegel im Eiscafe. Links sieht man noch Hanne, die kleine Tochter von Arnes Nichte Kerstin..

So liegt Iemanja jetzt neben einem Dalben. Etwas eng und alle Fender werden beansprucht.


Links liegt Antje, das Boot von Manfred und Dorle. Manfred hilft gerade dem neuen Nachbarn. Hinten sieht man noch mal den Rettungskreuzer, ein wirklich vertrauenserweckendes Exemplar.

Shoppen auf Helgoland. Es gibt wie man sieht nicht nur Schnappes und Zigaretten.

Helgoland!


Jetzt sind wir auf Helgoland. Die Nacht war anstrengend, nicht nur dass der Wind schwach und dann aus östlichen Richtungen wehte, ich musste noch etwas für Arnes Geburtstag zimmern.
Meine Wache um 0000 fing mit einer Diskussion an, wir hatten einen Windpark (Sperrgebiet) vor uns und ich wollte keine Höhe verschenken. Ging es doch sowieso schon langsam voran. Wir überlegten, wie man am besten kreuzt, um so viel Wind-Unterstützung zu haben wie es geht, ohne den Kurs allzu weit vom Ziel abzulenken. Wohlgemerkt unter Motor. Aber durch den Gegenstrom hatten wir ohne Wind nur knappe 3 kn. Wir weckten dann doch den Skipper. Und es war gut, denn wir gingen auf neuen Kurs. Dann, als alles klar war wollte er nicht zu Bett. Ich stand etwas unter Strom, ich hatte ja nur noch die 3 Sunden meiner Wache und wollte morgens alles für den Geburstag fertig haben. Endlich verabschiedete er sich in seine Koje und ich konnte wenigstens an die Planung gehen.
Meine Idee war, eine Art Spielbrett zu bauen, ich hatte 4 Blätter aus Emilys Zeichenblock genommen und fügte sie zusammen. Es ist in einer Art Monopoly, von links unten, wo ich die Insel Antigua eingemalt hatte, über die Azoren, die diversen Stops in England, nach Helgoland und Hamburg. Alles war in einem Kreis angeordnet, durch Wege (wie beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht) verbunden. Ereignisse wurden noch aufgeführt, in Kartenform (Ziehe eine Nebelkarte!) oder illustrativ. Meine Ideenskizze war fertig und ich hatte auf meinem Bett schon alles soweit, als ich Arne um 0400 weckte. Er übernahm, wir beobachteten noch einen Fischkutter namens Albatros, der als Wache über einem Unterseekabel stationär bleiben muss. Ankern darf er nicht und muss auch andere davon abhalten, Arne rief ihn auf UKW und er erzählte etwas von seiner Arbeit. Er ist Holländer, muss ein bestimmtes Gebiet entlang des Kabels überwachen.
Endlich konnte ich frei machen, schloss mich in meiner Kammer ein, auf dem Bett sitzend zeichnete ich das Spielbrett. Es dauerte recht lang, sollte ja gut aussehen.Um 0600 war ich endlich fertig. ich schlief noch bis 1000 um den Schrei „Land in Sicht!“ von Arne zu hören. Helgoland! Die lange Anna! Sehr beeindruckend, leider war es diesig. Aber es dauerte nicht mehr lang und wir knatterten in die Einfahrt. 
Arne hatte in einer ruhigen Minute mein Geschenk gesehen und war begeistert. Der Bordfotograf bemerkte, dass ich zeichnen könne ...
Dann waren wir auch  schon im Hafen und die Besatzung der Antje und Arnes Kinder standen auf der Hafenmole und winkten wie verrückt. Das war ergreifend, wirklich süß, ich freute mich auch riesig, sie wieder zu sehen.
Anlegen klappte gut, es waren genug Leute an Land. Wir liegen temporär an einem Steg, wo man normalerweise nicht ran darf, wir müssen demnächst auch weg. Das alles hatte Manfred, Arnes Schwager, eingetütet. Er ist schon ein alter Hase auf Helgoland.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Körperpflege und eines Spaziergangs durch das Oberland. Wir hatten allerdings wenig Zeit, wir sollten um 1900 an einem reservierten Tisch des Lokals Antlantis sitzen, 
Sehr leckere Gerichte, alle waren begeistert. Die Kinder waren auch gut drauf und danach ging es wieder zu Iemanja, wo noch ein Gläschen Sekt genommen wurde. Dann war gut, alle sind müde und deshalb ist jetzt Matratzen-Horchen angesagt
Vielleicht gibts noch Fotos, die technische Lage ist  wieder etwas schwierig.
ein mehrfaches AHOI
Arne, Martin und Andrea

Montag, 2. Juli 2012

53 33,7 N / 003 44,8 E

Holland im Boot.
Immer noch Nordsee, Holland ist jetzt unser Gastland. Unser Kurs fuehrte den ganzen Tag an den Inseln entlang. Texel, Terschelling, Ameland. Viel Sand und Duenen, sehr huebsch aber flach, die Sonne lachte, es war erstaunlich warm.
Die Nacht war auch sehr angenehm, der Mond ist eine riesige leuchtende Kugel, man sieht alles auf dem Wasser, die Lichter helfen natuerlich auch, es ist erstaunlich einfach, bei guter Sicht die Fahrtrichtung der Schiffe zu erkennen, und wenn nicht hilft AIS. Die meisten Fischer hier haben AIS und sogar kleine Motorboote. Kein Wunder mit dem Verkehr vor der Haustuer. Das Gebiet um Den Helder ist stark befahren, Richtung Norden wird es ruhiger.
Am Nachmittag, als wir gemuetlich vor Ameland dahinknatterten, kam Besuch. Ein grosses RIB kam heran, drei Herren vom niederlaendischen Zoll. Sie machten nicht mal fest, wir mussten auch nicht langsamer fahren, sie kamen laengsseits und nach hoeflichem Fragen schwangen sich zwei an Bord. Sie wollten die Papiere von Boot und Besazung sehen, fragten nach Woher und Wohin, Bootstyp, und natuerlich, ob wir etwas zu verzollen haetten. Haben wir aber nicht - dann wurde noch kurz ueber Fussball gesprochen. Was sonst, Fussi verbindet. Dann gruessten sie nochmals freundlich und schwangen sich wieder auf das schnelle Boot, das uebrigens locker 30 kn Fahrt schafft und wenn es mit dem Wind stimmt, sogar 40.
Nach einer Phase der Windstille kommt der Wind nun direkt auf unsere Nase, deshalb anderten wir den Kurs, fuhren nach Norden und querten das Verkehrstrennungsgebiet. Wir wollen nun ausserhalb der stark befahrenen Zonen unseren Weg zur Insel fortsetzen. Wenn wir Glueck haben, dreht der Wind und wird staerker. Denn die Stroemung haben wir gegen uns.
Es wird trotz allem nicht mehr allzu lange dauern bis wir auf Helgoland sind, nur noch diese Nacht und der morgige Tag, je nach Geschwindigkeit wird es Nachmittag oder Abend werden. Egal, gefeiert wird auf jeden Fall, Arne hat naemlich Geburtstag. Deshalb ja die Eile - die Familie ist schon versammelt und wartet ...
Viele sonnige Gruesse und
AHOI
Arne, Martin und Andrea

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Sonntag, 1. Juli 2012

52 11 N / 002 53 E

Tiefflug nach Helgoland.
Wir sind schnell, unser Durchschnitt der letzten 6 Stunden ist gute 8 kn. Der Strom laeuft inzwischen gegen uns, so rasant geht es also nicht weiter. Wind ist zwischen 25 und 30 kn aus SW. Die Wellen hier in der Nordsee sind auch ganz schoen gross und vor allem steil ...
Die letzte Nacht waren wir noch im Kanal, auch da hatten wir gut geplant, was den Strom angeht. Die Enge von Dover wollten wir gerne mit dem Strom laufen, wir waren aber zu schnell und deshalb xu frueh dort. Arne hatte Wache und ausser einigen Faehren war nicht viel los, die grossen Schiffe muessen das Verkehrstrennungsgebiet benutzen. Wo sind die Fischer? Wahrscheinlich zuhause, alles leergefischt ...
So geht es also direkt nach Helgoland. Wie haben soeben entschieden, dass wir "ruebermachen" zur friesischen Kueste, wir werden vom Strom Richtung Osten gedrueckt und koennen nicht staerker abfallen, durch die Wellen droht eine Halse - auch der Wind ist halsenunfreundlich. Aber dann muessen wir wenigstens nicht durch die Erdgasfelder und sehen etwas von den Inseln. Das Wetter scheint recht gut zu werden, wir hatten nur zwei Schauer heute.
Alle sind muede, der Verkehr fordert uns. Heute nacht 0230 in meiner Wache wurde es kurz hektisch. Wir rundeten das Kap von Dungeness und ich hatte einen riesigen Tanker vor Anker direkt vor mir. Er war hell beleuchtet. Ich wollte ihm nicht zu nahe kommen und aenderte den Kurs etwas (luvte an). Wie das Boot sich auf den neuen Kurs eindreht, wandert direkt vor mir ein kleines fades Licht nach links aus! Ich konnte nicht sehen was es sein koennte und hatte richtig Angst, jetzt einen Fischer oder das Netz oder sonstwas zu ueberfahren. Schnell nach unten, Arne wecken - wie er gerade ins Cockpit kommt, sehe ich vor dem gleissenden Licht des Tankers ein Segel. Also war es ein Segelboot, das von steuerbord herangekommen war und unseren Kurs nun kreuzte. Schreck lass nach. Der gleiche Segler begegnete Arne dann noch zweimal, er kreuzte jedes Mal vor uns unseren Kurs. Die Leute kreuzten vor dem Wind, verschwanden also immer wieder vollstaendig aus unserer Naehe, waren schneller und kamen dann wieder zurueck zu unserem Kurs.
Unsere geplante Ankunftszeit, bei einen Schnitt von mehr als 5 kn ist Dienstag nachmittag/abend.
Wir freuen uns schon auf Helgoland, Arne moechte zu seinem Geburtstag Wasserspiele im Hafenbecken veranstalten. Muss mir noch schnell eine Krankheit ausdenken vorher.

Nordseeglerische Gruesse und
AHOI
Arne, Martin und Andrea

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Brighton!

Boese Bojen und Brighton.
Am Freitag legten wir 1230 unter Segeln von unserer boesartigen Mooringtonne in Cowes ab. Das Ding war schon recht ramponiert, kein Wunder bei dem Gedengel. Es folgte eine schoene Fahrt durch den Solent, Sonne, guter Wind und viele andere Segelboote garantierten Abwechslung. Die Einfahrt zum Solent ist gesaeumt von riesigen Betontonnen, gross wie Haeuser. Brav ausserhalb des Fahrwassers sausten wir mit dem Strom dahin, bis wir ein Fischernetz erwischten. Ein schwarzer (!) Kanister funktionierte als Boje - super gut zu sehen .. Unsere 7 kn Sausefahrt wurde alsbald auf 0 abgebremst - wir sahen keine Leine, nichts. Arne gab gerade Kommando zur Halse als es rummste und spritzte und der Kanister hinterm Heck hochkam. Sofort wurden wir wieder schneller, Arne stellte den Leerlauf ein um zu hoeren ob die Schraube mitdreht. Dies war der Fall, also hatten wir keinen Schaden genommen.
Der Strom war die ganze Zeit mit uns und so waren wir planmaessig um 2000 in Brighton. Vor dem Hafen stand eine ordentliche Welle, die Wellenbrecher-Mauer ist auch beeindruckend. Man kann sich also vorstellen, was bei starkem Wind los ist.
Die Marina liegt 2 km ausserhalb und hier wurde ein eigener Stadtteil aus dem Boden gestampft, dahinter ragen die weissen Kreidewaende hoch, eine Einkaufsmeile, die ueblichen Verdaechtigen wie Mc D, Kino, Spielplaetze. Wir wollten noch in die Stadt, auf einem Boardwalk kann man schoen gehen, allerdings ist ploetzlich Schluss und wir mussten erst Einheimische fragen, wie wir weiter Richtung Stadt kommen. Antwort: ins Parkhaus bis oben, dann queren und hinten wieder runter ..
Dann kam der lange Strand, rechts die befestigten Mauern mit dem beruehmten viktorianischen Gitterwerk, beleuchtet in Blau, spaeter Gelb. In den Kasematten Clubs, Eislaeden. All das zieht sich bis zur Brighton Pier, diesem ca 1,5 km langen Vergnuegungspark. Es war bereits 2300 und die Tore wurden gerade geschlossen. So schauten wir uns um und sahen ein buntes Volk, das sich zwischen Strandclubs und Pubs zahlreich in den Strassen tummelte. Es war richtig was los. Brighton ist trendy, hat eine grosse Gay-Community, die hippsten Laeden und eine avantgardistische Kuenstlerszene.
Martin wusste zu berichten dass sich die Mitglieder des Brighton Schwimmklubs seit 100 Jahren jeden Morgen treffen, um einmal um die Pier zu schwimmen.
The Who schrieben ihre Oper "Quadrophenia" nach einer legendaeren Schlacht zwischen Mods und Rockern in Brighton. Auch die Story vom dicken George, dem spaeteren Koenig, dessen orientalischer Riesenpalast eine der Attraktionen der Stadt ist.
Brighton wurde in viktorianischen Zeiten DIE Badestadt der Londoner, Fischer sattelten um und trugen die Badegaeste in Saenften zum Wasser, ihre Frauen waren die "Dipper", sie tauchten die Badenden unter, dip, dip ...
Heute hatten wir dann noch Besuch. Die Vorbesitzerin von Iemanja kam mit ihrer Tochter vorbei. Das Boot hat jetzt seinen Starthafen wieder erreicht. Nach Kaffee und netten Gespraechen hetzten Martin und ich noch mal in die Stadt.
Um 1800 legten wir dann ab zu unserem letzten Schlag nach Helgoland. Wir wollen durchsegeln, Wind und Wetter sollen bestaendig bleiben und es gab extra eine Rasmus-Zeremonie, um die Nordsee gnaedig zu stimmen.
Zu unserer Freude entschied sich Martin, doch bis Helgoland mitzusegeln.


Deshalb ein wiederum dreifaches
AHOI
Arne, Martin und Andrea

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